Preise für lokale Suchmaschinenoptimierung streuen erheblich. Das liegt weniger an unterschiedlicher Qualität als daran, dass sehr verschiedene Dinge unter demselben Namen verkauft werden.

Die drei Modelle

Projektpreis

Für abgeschlossene Arbeiten: Profil einrichten, Verzeichnislage bereinigen, Website lokal aufbereiten. Die Arbeit ist endlich, der Preis kann feststehen. Für diesen Teil das passendste Modell.

Monatspauschale

Für laufende Pflege: Bewertungen beantworten, Angaben aktuell halten, Entwicklung beobachten. Sinnvoll, wenn dahinter benannte Leistungen stehen. Kritisch, wenn im Vertrag nur „Betreuung“ steht – dann lässt sich nicht feststellen, ob die Leistung erbracht wurde.

Stundensatz

Für punktuelle Unterstützung, wenn intern jemand die Arbeit macht und nur gelegentlich Rat braucht. Das günstigste Modell für Betriebe, die selbst mitarbeiten können.

Die Frage, die wichtiger ist als der Preis

Wem gehören die Zugänge?

Das Unternehmensprofil sollte auf ein Konto des Betriebs laufen, mit der Agentur als zusätzlicher Berechtigter. Ebenso die Verzeichniseinträge. Wird alles unter dem Agenturkonto angelegt, entsteht eine Abhängigkeit, die beim Wechsel teuer wird – im ungünstigen Fall muss ein Profil neu beansprucht werden, mitsamt Wartezeit.

Diese Frage vor Vertragsschluss zu stellen, kostet nichts und klärt viel. Die Antwort sagt auch etwas über die Haltung des Gegenübers.

Was im Vertrag stehen sollte

  • Einzeln benannte Leistungen, nicht „Betreuung“ als Sammelbegriff
  • Turnus der Berichte und was darin steht
  • Eigentum an Zugängen und angelegten Einträgen
  • Kündigungsfrist und was nach Vertragsende passiert

Erfolgsabhängige Vergütung

Klingt fair, setzt aber schiefe Anreize. Rankings hängen von Wettbewerb, Algorithmusänderungen und Faktoren ab, die niemand steuert. Wird auf Positionen vergütet, verschiebt sich die Arbeit dorthin, wo Positionen leicht zu erreichen sind – also auf Suchbegriffe, nach denen kaum jemand sucht.

Belastbarer sind Vereinbarungen über Leistungen und deren Nachweis.